V’17: OCTOBER 19 – NOVEMBER 2, 2017

Festivalarchiv Festivalinfo

V'16

BILANZ DER VIENNALE 2016

Mit der Galavorführung des Films LA LA LAND ging die 54. Auflage erfolgreich zu Ende. Das Festival, das 2016 um einen Spieltag kürzer war und zusätzlich auf die Frühschiene im Gartenbaukino verzichtete, hatte damit um rund 8.000 Karten weniger im Angebot als im Vorjahr. Dennoch ist der Viennale 2016 mit 92.300 BesucherInnen im Vergleich zu 94.100 BesucherInnen im Jahr 2015 ein außergewöhnlich schöner Erfolg gelungen. Dem leichten Rückgang an Besucherzahlen stand eine deutliche Steigerung der Auslastung von 76,4% im Vorjahr auf 82,3% sowie eine höhere Anzahl an ausverkauften Vorstellungen gegenüber. Diese sind von 123 im Jahr 2015 auf 154 gestiegen. Zusammenfassend  lässt sich sagen, dass der Viennale 2016 ein großer und sehr erfreulicher Erfolg beschieden war und die Reduktion des Programms und Angebots nur unwesentlich zu Buche geschlagen hat.

„Das diesjährige Festival war für mich zu meinem 20jährigen Jubiläum ein ganz besonderes Geschenk. Ich weiß nicht, wem wir das verdanken, aber selten wurde eine Viennale sowohl vom Kinopublikum als auch von der internationalen Kritik durchgehend so positiv und teilweise begeistert angenommen“, so Viennale Direktor Hans Hurch.

Von den diesjährigen Sonderprogrammen war das Tribute an Peter Hutton eine äußerst positive Überraschung, ebenso das Mini-Tribute an Kenneth Lonergan. Großes Interesse galt auch der Retrospektive des österreichischen Filmarchivs zum Filmemigranten Robert Land. Zu den Highlights des diesjährigen Festivals zählte der Eröffnungsfilm MANCHESTER BY THE SEA in Anwesenheit des Regisseurs Kenneth Lonergan, die großen Gartenbaukino-Premieren einer Reihe von neuen österreichischen Filmen sowie der Besuch der amerikanischen Künstlerin Patti Smith, die dem Festival eine eigene Fotoausstellung gewidmet sowie ein großartiges Konzert im ausverkauften Gartenbaukino gegeben hat. Hervorzuheben ist auch die außergewöhnlich hohe Anzahl an wichtigen internationalen Regisseuren, die beim Festival zu Gast waren, um hier ihre Arbeiten zu präsentieren, darunter Terence Davies, Luc Dardenne, Olivier Assayas, John Carpenter, Abel Ferrara, Albert Serra, Julien Temple, Betrand Bonello oder Cristi Puiu.

Die große, gemeinsam mit dem Filmmuseum veranstaltete Retrospektive EIN ZWEITES LEBEN – THEMA UND VARIATION IM FILM kam, hochgerechnet auf die Gesamtlänge des Programms, auf etwa 5.400 BesucherInnen.

V'15

BILANZ DER VIENNALE 2015

Mit der Galavorführung des Films ANOMALISA von Charlie Kaufman und Duke Johnson fand die 53. Auflage ihren Abschluss. Die Rekordzahlen des Vorjahres konnte die Viennale 2015 nicht ganz erreichen. Nach 98.200 im Jahr 2014 zählte das diesjährige Festival 94.100 BesucherInnen. Die Auslastung ging im Vergleich zum Vorjahr von 81,7% auf 76,4% zurück. Von insgesamt 377 Vorstellungen waren in diesem Jahr 123 ausverkauft.

«Die Viennale war auch in diesem Jahr wieder ein besonderer Beweis für die Vielfalt und Qualität sowohl des österreichischen als auch internationalen Kinos. Dass die Besucherzahlen von Jahr zu Jahr nicht beliebig zu steigern sind, ist wahrscheinlich für niemanden eine Überraschung. Wichtig scheint es uns aber, die spezifische Besonderheit der Viennale, nämlich zugleich Stadt- und Publikumsfestival sowie international anerkanntes Filmereignis zu sein, auch in Zukunft weiterzuentwickeln», so Viennale Direktor Hans Hurch.

Von den diesjährigen Sonderprogrammen erfuhren vor allem drei äußerst großen Publikumszuspruch. Das erfolgreichste Special der Viennale 2015 war das in Kooperation mit dem Filmarchiv Austria veranstaltete Programm AUS FLEISCH UND BLUT zu österreichischem Genre-Kino. Großes Interesse galt auch dem Programm GRIECHENLAND – NOCH EINMAL MIT GEFÜHL, einer Auswahl an Filmen des griechischen Gegenwartskinos, sowie schließlich der Personale des jungen uruguayanischen Filmemachers Federico Veiroj.

Hinter den Erwartungen zurück blieben hingegen das Programm Ida Lupino – Hard, Fast and Beautiful sowie die Hommage an den in diesem Jahr verstorbenen portugiesischen Filmemacher Manoel de Oliveira.

Zu den Highlights des diesjährigen Festivals zählten der Besuch der großen amerikanischen Schauspielerin Tippi Hedren und die Vorstellungen von Alfred Hitchcocks MARNIE und THE BIRDS in ihrer Anwesenheit, die Österreichpremieren einer Reihe von außergewöhnlichen heimischen Produktionen sowie die Welturaufführungen von Filmen von Billy Woodberry, Jean-Marie Straub oder Klaus Wyborny.

Die große, gemeinsam mit dem Filmmuseum veranstaltete Retrospektive ANIMALS – EINE KLEINE ZOOLOGIE DES KINOS kommt, hochgerechnet auf die Gesamtlänge des Programms, auf etwa 5.400 BesucherInnen.

V'14

BILANZ DER VIENNALE 2014

Mit der Galavorführung des Filmes TURIST von Ruben Östlund ging das Festival nach erstmalig 15 Tagen mit einem neuerlichen Publikumszuwachs zu Ende. Die Gesamtzahlen des Vorjahres in der Höhe von 97.400 erfuhren 2014 eine Steigerung auf 98.200. Dieser Zuwachs ist insofern bemerkenswert, als die Gesamtzahl der angebotenen Tickets geringer war als im Vorjahr. Und es galt das Kino am Schwarzenbergplatz nach vielen Jahren durch den neuen, kleineren Eric Pleskow Saal zu kompensieren. Neben den Besucherzahlen ist auch die Auslastung von 77,8% im Vorjahr auf 81,7% bei der Viennale 2014 gestiegen. Auch die Anzahl der ausverkauften Vorstellungen hat eine Steigerung von 116 auf 131 erfahren.
Die gemeinsam mit dem Filmmuseum veranstaltete Retrospektive John Ford kommt, hochgerechnet auf die Gesamtlänge des Programms auf etwa 5.000 BesucherInnen. Bei den Sonderprogrammen im Rahmen des diesjährigen Festivals überrascht, dass es gerade die ungewöhnlichen und riskanten waren, die den größten Zuspruch beim Publikum erreichen konnten. Dazu zählen REVOLUTIONEN IN 16MM, der FOKUS: TARIQ TEGUIA sowie das vom Filmarchiv kuratierte Programm zu Fritz Kortner. Zu den Highlights der diesjährigen Viennale zählte der Besuch des amerikanischen Regisseurs Abel Ferrara, der seinen neuen Film PASOLINI präsentierte, die Österreichpremieren einer Reihe von heimischen Produktionen, die Welturaufführungen von Arbeiten von James Benning, Jean-Marie Straub oder Klaus Wyborny, sowie die Anwesenheit des britischen Musikers Jarvis Cocker von der Kultband Pulp, der am letzten Festivaltag die beiden Filme THE BIG MELT und PULP: A FILM ABOUT LIFE, DEATH AND SUPERMARKETS persönlich vorstellte

V'13

BILANZ DER VIENNALE 2013

Die Viennale, die mit dem Abschlussfilm LOCKE von Steven Knight zu Ende ging, freut sich, auch in diesem Jahr einen Zuwachs der Besucherzahlen vermelden zu können. Das Ergebnis von 96.900 Besuchern im Vorjahr erfuhr 2013 eine leichte Steigerung auf 97.400. Dem steht ein geringer Rückgang in der Gesamtauslastung von 79,6% auf 77,8% gegenüber, ein Umstand der sich vor allem durch die Programmierung einer zusätzlichen, durchgehenden 11-Uhr-Schiene im Gartenbaukino erklärt. Die Anzahl der Kinovorstellungen betrug in diesem Jahr 356, von denen 116 ausverkauft waren. Überraschend großen Zuspruch erhielten die Special Programs Wilde Ethnografie – Die Arbeit des Harvard Sensory Ethnography Lab, Asian Delights sowie das Sammelprogramm Das Rohe und das Gekochte. Ein wenig hinter den Erwartungen zurück blieben das Programm zum philippinischen Filmemacher John Torres und einzelne Kurzfilmprogramme.

Die gemeinsam mit dem Filmmuseum veranstaltete Retrospektive Jerry Lewis, die noch bis 24. November zu sehen ist, wird hochgerechnet rund 4.600 Besucher verzeichnen.

Zu den Höhepunkten des Festivals zählten die Österreich-Premiere von LE DERNIER DES INJUSTES in Anwesenheit von Claude Lanzmann, der große Gala-Abend im Gartenbaukino für und mit Jackie Stewart sowie die Präsentation des Opus Magnum OUT 1 – NOLI ME TANGERE von Jacques Rivette in Anwesenheit der Kinolegende der Nouvelle Vague, Jean-Pierre Léaud. Mit einer Gartenbau-Gala in Anwesenheit des Tribute-Gastes Will Ferrell sowie dem Abschlussfilm des diesjährigen Festivals LOCKE erlebt die Viennale am heutigen letzten Festivaltag zwei weitere außergewöhnliche Events.

«Für mich persönlich war die jetzt erfolgreich zu Ende gehende Viennale eines der schönsten und gelungensten Festivals der letzten Jahre. Und dies sowohl was die zahlreichen Gäste, die Filme, die Sonderprogramme als auch die äußerst positiven Reaktionen des Publikums sowie der vielen internationalen Filmjournalisten angeht», sagt Viennale Direktor Hans Hurch.

V'12

14 Tage, 345 Kinovorstellungen und 96.900 BesucherInnen

BILANZ DER VIENNALE 2012

Die Viennale 2012, die am 7. November mit dem Abschlussfilm L’intervallo von Leonardo di Costanzo zu Ende ging, hatte eine Besucherzahl von 96.900 zu verzeichnen. Gegenüber 96.700 Besuchern im Jahr davor bedeutet dieses Ergebnis ein kleines Plus für das Festival. Dem steht ein geringer Rückgang der Gesamtauslastung von 79,9% im Jahr 2011 auf 79,6% im Jahr 2012 gegenüber.

Die Anzahl der Kinovorstellungen entspricht mit 345 in etwa der von 2011. Davon waren 114 ausverkauft.

Dieses stabile Ergebnis des Festivals verdankt sich wie schon in den Vorjahren zu einem nicht unwesentlichen Teil dem Programm im großen Gartenbaukino aber ebenso dem Erfolg einzelner Tributes und Sonderprogramme. Großen Zuspruch erhielt dabei das Tribute to Michael Caine, ebenso wie das Programm des Filmarchiv Austria Wien – Moskau. Hinter den Erwartungen zurück geblieben sind - ein wenig überraschend - das Special They wanted to see something different und die erstmalige umfassende internationale Präsentation des Werkes von Alberto Grifi.
 
Ein sehr schönes Ergebnis verzeichnete die gemeinsam mit dem Filmmuseum veranstaltete Retrospektive „Fritz Lang“, die noch bis Ende November 2012 im Filmmuseum zu sehen war und rund 6.500 Besucher hatte.

Zweifellos zu den Höhepunkten des Festivals zählten der Gala-Abend mit Michael Caine ebenso wie die Veranstaltung Monument Film mit Peter Kubelka oder der exklusive Auftritt der amerikanischen Künstlerin Patti Smith im Metrokino.

Die 2012 neu eröffnete Viennale Zentrale im ehemaligen Headquarter der Österreichischen Post in der Dominikanerbastei erwies sich als das lebendigste und beliebteste Festivalzentrum seit vielen Jahren und als eine besondere Attraktion für die zahlreichen in- und ausländischen Besucher der Viennale.

V'11

14 Tage, 347 Kinovorführungen und ein leichter Anstieg der BesucherInnenzahlen

BILANZ HAUPTPROGRAMM
Mit 96.700 ZuseherInenn gelang es der Viennale auch 2011 die Publikumszahlen zu steigern. 2010 betrugen sie 96.300. Die Anzahl der Kinovorstellungen von 347 insgesamt entsprach in etwa der des Vorjahres. Ebenso die Summe der ausverkauften Vorstellungen, die 2010 120 betrug. Der Erfolg des Festivals verdankte nicht unwesentlich den zahlreichen ausverkauften Vorstellungen und Gala-Events im großen Gartenbaukino, der zu praktisch 100% ausgelasteten Schiene «Home Run» mit neuen österreichischen Filmen und der überraschenden Beliebtheit von Arbeiten wie ALPIS, TERRI, DRIVE, TOMBOY, TAKE SHELTER, SUBMARINE, HESHER, BIR ZAMANLAR ANADOLU'DA, AMERICANO oder BÉ OMID É DIDAR, um nur einige zu nennen. Einzelnen Dokumentarfilmen wurde auch im Gartenbaukino große Publikumsaufmerksamkeit zuteil, darunter MAMA AFRICA, INDIA, MATRI BHUMI, TAHIR, LIBERATION SQUARE oder THE BLACK POWER MIXTAPE 1967–1975.

TRIBUTES & SPECIAL PROGRAMS
Das große Tribute to Harry Belafonte erwies sich erwartungsgemäß als sehr erfolgreich.  Soi Cheang wurde erstmals international mit einem Spezialprogramm gewürdigt.

RETROSPEKTIVE - Chantal Akermann
Die gemeinsam mit dem Filmmuseum veranstaltete Retrospektive «Chantal Akerman» verzeichnete 4.500 BesucherInnen, die Premiere des neuen Films von Chantal Akerman im Gartenbaukino sahen über 500 Menschen.

«Zusammenfassend ist auch in diesem Jahr wiederum die außergewöhnliche Neugier und Entdeckungsfreudigkeit des Viennale-Publikums hervorzuheben, das die filmische Dichte und Vielzahl sehr unterschiedlicher Arbeiten, Stilistiken, Genres und Geschichten des Festivals mit großem Interesse und großer Offenheit wahrgenommen hat», freute sich Festivaldirektor Hans Hurch. «Für uns ist dieses Festival ein wunderbares Versprechen für das große 50-Jahr-Jubiläum der Viennale im kommenden Jahr 2012.»
Hans Hurch

V'10

BILANZ DER VIENNALE 2010
Mit 96.300 ZuseherInnen gelang der Viennale 2010 wieder ein leichter Zuwachs an Besucherzahlen. Im Jahr davor betrug die Anzahl der BesucherInnen 94.800. Leicht gestiegen ist auch die Gesamtauslastung des Festivals. Lag diese letztes Jahr bei 79,60%, so ist sie bei der Viennale 2010 auf 79,80% gestiegen.
Die Anzahl der Kinovorstellungen blieb mit 351 nahezu gleich wie 2009, was auch für die Anzahl der ausverkauften Vorstellungen mit 123 galt. Deutlich mehr als ein Drittel der Vorführungen war ausverkauft war. Was den Vergleich von Spielfilmen und Dokumentarfilmen im Hauptprogramm angeht, so war die Auslastung wie schon in den Jahren zuvor in etwa ausgeglichen, was ein weiteres Mal unter Beweis stellte, wie gleichwertig diese verschiedenen filmischen Formen beim Festival wahrgenommen werden.
Beim Festival 2010 wurde ein besonders umfangreiches Kurzfilmprogramm gezeigt, das vom Publikum sehr gut angenommen wurde. Die erstmalige Programmierugn eines Kurzfilmprogrammes im Gartenbaukino bewährte sich vollauf.

TRIBUTES & SPECIAL PROGRAMS
Unter den Tributes und Special Programs war das dem amerikanischen Regisseur Larry Cohen gewidmete Programm mit einer Reihe von ausverkauften Vorführungen eines der erfolgreichsten der vergangenen Jahre.  Auch das vom Filmarchiv Austria veranstaltete Special zum österreichischen Stummfilmkino der 1920er Jahre war hoch ausgelastet. Ein weiteres Tribute war dem französischen Kameramann William Lubtchansky gewidmet.

 
RETROSPEKTIVE - Eric Rohmer
Die jährliche gemeinsam mit dem Filmmuseum veranstaltete Retrospektive war 2010 Eric Rohmer gewidmet und konnte mit knapp 4.700 BesucherInnen einen schönen Erfolg verbuchen.

«Die Viennale freut sich sehr über den Umstand, dass es im Lauf der Jahre gelungen ist, ein wechselseitiges Vertrauensverhältnis zwischen dem Festival und seinem Publikum aufzubauen. Ein Vertrauensverhältnis, das auch eine riskante Programmierung erlaubt, die vom Publikum honoriert wird – wie der besondere diesjährige Erfolg des umfassenden Kurzfilmprogramms oder der Erfolg des Tributes to Larry Cohen beweisen.»
Hans Hurch.

V'09

BILANZ DER VIENNALE 2009
Mit 94.800 ZuseherInnen gelang der Viennale 2009 wiederum ein beachtlicher Zuwachs an Besucherzahlen. Auch die auch die Gesamtauslastung des Festivals stieg weiter an auf 79,60 % (2008 lag die Gesamtauslastung bei bei 76,80%). Während die Anzahl der Kinovorstellungen mit 345 nahezu gleich blieb, stieg die Anzahl der ausverkauften Vorstellungen auf 124. Das bedeutet, dass mehr als ein Drittel der Vorführungen ausverkauft war.
Was den Vergleich von Spielfilmen und Dokumentarfilmen im aktuellen Programm angeht, so war die Auslastung in etwa ausgeglichen. Ein Zeichenn dafür wie gleichwertig diese verschiedenen filmischen Formen bei der Viennale wahrgenommen werden.
Tilda Swinton, Viennale 2009TRIBUTES & SPECIALS
Unter den Tributes und Special Programs war erwartungsgemäß das der Schauspielerin Tilda Swinton gewidmete Programm das erfolgreichste der Viennale 2009. Ein überraschender Erfolg hingegen war die hervorragende Auslastung des vom Filmarchiv Austria veranstalteten Specials zum frühen österreichischen Kino. Ein weiteres Tribute war dem philippinischen Filmemachers Lino Brocka  gewidmet.

Jonathan Rosenbaum, Viennale 2009RETROSPEKTIVE - The Unquiet American – Transgressive Comedies from the U.S.
Die jährliche gemeinsam mit dem Filmmuseum veranstaltete Retrospektive war auch 2009 ein schöner Erfolg.  Jonathan Rosenbaum kuratierte die Filmschau The Unquiet American – Transgressive Comedies from the U.S.

«Für mich war diese Viennale vielleicht eine der schönsten und am besten gelungenen bisher», so Festival-Direktor Hans Hurch. «Deshalb sehe ich sie auch als Ermutigung und Auftrag für das Festival, den eigenständigen und manchmal eigensinnigen Weg mit allen nötigen Veränderungen in den nächsten  Jahren weiterzugehen.»

V'08

HAUPTPROGRAMM
Mit 92.100 ZuseherInnen gelang der Viennale 2008 nur ein leichter Zuwachs der Besucherzahlen.Das Rekordergebnis des letzten Jahres hatte 91.700 BesucherInnen betragen.

Aufgrund der höheren Anzahl an gebotenen Vorstellungen sank  die Auslastung von 79,20% auf 76,80% bei der Viennale 2008. Von den 332 Kinovorstellungen waren mit 116 etwa jede dritte ausverkauft. Der Vergleich der Auslastung von Spielfilmen und Dokumentarfilmen im aktuellen Programm blieb  in etwa ausgeglichen.

 

TRIBUTES & SPECIALS
Unter den Tributes und Specials war das Franz Schwartz gewidmete Sonderprogramm mit Filmen aus dem Verleih des Stadtkinos aus den letzten 27 Jahren ein Überraschungserfolg. Ein weiteres Tribute mit einer Reihe von großen Musikfilmen im Gartenbaukino war Bob Dylan gewidmet.

Als einer der Höhepunkte der Viennale 2008 gelten jene besonderen Abende, die das Festival ihrem Ehrengast Werner Schroeter widmete. Darunter die Präsentation von MALINA in Anwesenheit von Isabelle Huppert, der Galaabend mit Schroeters neuem Film NUIT DE CHIEN im Gartenbaukino, und nicht zuletzt das ausverkaufte Konzert von Ingrid Caven im Akademietheater.
 
RETROSPEKTIVE - Eine Stadt im Film
Als Fixpunkt im Programm der Viennale gilt die jährliche Retrospektive, die gemeinsam mit dem Österreichischen Filmmuseum realisiert wird. Die Retrospektive 2008 unter dem Titel «Los Angeles – Eine Stadt im Film», kuratiert vom amerikanischen Filmemacher und Autor Thom Andersen, erlebte ein großes Publikumsinteresse.
 
AUFTRAGSARBEITEN

Wichtiger Bestandteil dieser Viennale waren zudem die beiden eigens für das Festival in Auftrag gegebenen Filmarbeiten: der von Jean-Luc Godard gestaltete Viennale-Trailer UNE CATASTROPHE, sowie die Videoarbeit von Jem Cohen EMPIRES OF TIN.

 

V'07

12 Tage, 321 Kinovorführungen und ein neuer Besucherrekord...

BILANZ HAUPTPROGRAMM
Mit 91.700 ZuseherInnen haben mehr Menschen als je zuvor das Festival besucht. Im Vorjahr betrug die Besucherzahl im Vergleich 88.900.
Von den insgesamt 321 Kinovorführungen waren 126 ausverkauft. Die Gesamtauslastung stieg von 78,40% im Vorjahr auf 79,20% bei der Viennale 2007. Interessant in diesem Zusammenhang ist der Vergleich an aktuellen Spiel- und Dokumentarfilmen. Lagen diese im Vorjahr noch gleich auf, so betrug 2007 die Auslastung der Spielfilme 84,3%, die Dokumentarfilme kamen auf 76,7%.

TRIBUTES & SPECIAL PROGRAMS
Unter den Tributes und Special Programs war die Jane Fonda gewidmete Personale ein großer Publikumserfolg, ebenso wie das Special Program für die amerikanische Filmemacherin Stephanie Rothman. Das Filmarchiv Austria verantwortete ein Programm über das «Proletarische Kino in Österreich».

 

RETROSPEKTIVE - Der Weg der Termiten – Beispiele eines Essayistischen Kino 1909 – 2004
Die umfangreiche und anspruchsvolle Schau unter dem Titel «Der Weg der Termiten – Beispiele eines Essayistischen Kino 1909 – 2004»  wurde vom Filmemacher und Kritiker Jean-Pierre Gorin kuratiert und war von einer Reihe ausgewählter Lectures begleitet.

 

 

 

V'06

12 Tage, 313 Screenings, 119 Filmgäste aus aller Welt, außergewöhnlich hohes Interesse am umfangreichen Dokumentarfilmprogramm, sowie an den Kurzfilmen, großer Zuspruch zum Peter Whitehead Tribute und der Retrospektive Demy/Varda, und ein wiederholt gefülltes Urania-Dachgeschoß in der Viennale Zentrale bei jeder Menge Diskussionen und Partynächten - das war die Viennale 2006!
HAUPTPROGRAMM
Eine erfreuliche Bilanz ergibt sich auch 2006 nach 12 ereignisreichen Festivaltagen: Mit 88.900 ZuseherInnen haben mehr Menschen als je zuvor das Filmfestival besucht. Zum Vergleich: die Gesamtbesucherzahl im Jahr 2005 betrug 86.200. Von den insgesamt 313 Kinovorführungen waren 114 ausverkauft.

Besonders auffallend und zweifellos ein Spezifikum des Wiener Filmfestivals ist das außergewöhnlich hohe Interesse, das dem umfangreichen Dokumentarfilmprogramm von Seiten des Publikums zuteil wird. 2006 zog erstmals das Dokumentarfilmprogramm mit den Auslastungszahlen des Spielfilmprogramms beim Festival gleich.

In der Reihe der österreichischen Dokumentarfilme, die bei der V'06 besonders zahlreich vertreten waren, waren praktisch sämtliche Vorstellungen sowie Wiederholungsvorstellungen vollständig ausverkauft. Dies zeigt das große und lebendige Interesse auch für das heimische Kino im Rahmen des Festivals.

 

TRIBUTES & SPECIAL PROGRAMS

Unter den Tributes und Special Programs der Viennale 2006 war die Peter Whitehead gewidmete Personale ein besonderer Publikumserfolg, ebenso wie das Geburtstags-Special für Elfriede Jelinek mit von der Schriftstellerin ausgewählten Lieblingsfilmen oder das Tribute "Sisters Act" zu Ehren von Olivia de Havilland and Joan Fontaine.

RETROSPEKTIVE - DEMY / VARDA
Als Fixpunkt im Programm der Viennale gilt die jährliche Retrospektive, die gemeinsam mit dem Österreichischen Filmmuseum präsentiert wird und in diesem Jahr dem französischen Filmemacherpaar Jacques Demy und Agnès Varda gewidmet war. Mit nahezu 4.500 BesucherInnen war es eine der erfolgreichsten Retrospektiven in den letzten Jahren.

 

V'05

12 Tage, 305 Kinovorführungen und ein neuer Besucherrekord: ein weiteres ereignisreiches Festival mit großartigen Filmen, tollen Gästen und spannendem Rahmenprogramm...
HAUPTPROGRAMM
Insgesamt 86.200 Filmbegeisterte besuchten 2005 die mittlerweile 5 Kinos der Viennale. Neben einigen vorauszusagenden Kassenschlagern des Hauptprogramms, wie zum Beispiel dem Eröffnungsfilm MATCH POINT von Woody Allen, Miranda Julys ME AND YOU AND EVERYONE WE KNOW, dessen Frühstücksscreening sogar um halb sieben Uhr Früh ausverkauft war, oder auch dem neuen Werk der Dardenne-Brüder L'ENFANT und die außergewöhnliche philippinische 11-Stunden-Familienchronik EBOLUSYON NG ISANG PAMILYANG PILIPINO von Lav Diaz, fanden auch eine beachtliche Zahl jener Filme großen Anklang, die keine so großen Namen wie Scorsese, oder Clooney vorzuweisen haben: zum Beispiel die deutsch-indische Dokumentation BETWEEN THE LINES - INDIENS DRITTES GESCHLECHT, Aoyama Shinjis ELI, ELI, LEMA SABACHTHANI?, oder der marokkanische Film L'ENFANT ENDORMI.

TRIBUTES & SPECIAL PROGRAMS
Neben den Filmen des Hauptprogramms lockten die Special Programs zum portugiesischen Filmemacher Pedro Costa, der chinesischen Stummfilmdiva Ruan Lingyu, die Programmschienen Proletarisches Kino und ORF 3, sowie die Tributes an das Kino rund um Buenos Aires, sowie an die Kultschauspielerin Jane Birkin mit einer großen Auswahl ihrer vielfältigen Filme die Viennale-Besucher in die Kinos.

RETROSPEKTIVE - Andy Warhol Filmmaker

Im Rahmen der Retrospektive 2005 "Andy Warhol Filmmaker" zeigte das Österreichische Filmmuseum neben Warhols legendären Screen Tests eine Reihe von Arbeiten aus seiner Zeit in der Factory.
Begleitend zur Retrospektive präsentierte die Viennale eine Serie von Lectures, Gesprächen und Interventionen mit dem Titel "Why Warhol Matters", die sich auf unterschiedlichste Weise speziell mit Warhols Filmarbeit, aber auch seinem übrigen künstlerischen Schaffen befassten.

 

V'04

285 Vorstellungen. 81 Retro-Vorstellungen. 289 Filme. 78 Filmgäste. 540 Akkreditierte. 1 Bonus Track Tag und 81.600 Zuschauerinnen und Zuschauer.

«Every film festival, no matter how well run, usually has a few problems. But in my three years attending the Viennale International Film Festival, I still haven’t found any problems at this one – of the dozens of domestic and international fests I’ve been lucky enough to attend, this one tops my list. The Viennale is the kind of event that can erase your cynicism about film festivals an renew your passion for cinema.» (IndieWIRE.com)

PREMIEREN

Im Rahmen der Viennale 2004 fanden eine Reihe von Welturaufführungen und internationalen Premieren statt, darunter: 13 LAKES  von James Benning, FEI-ZAO-JU (SOAP OPERA) von Wu Ershan, WILLIAMSBURG, BROOKLYN von Jonas Mekas, NICHT OHNE RISIKO von Harun Farocki, HAKOAH LISCHOT (WATERMARKS) von Yaron Zilberman, EVERYONE THEIR GRAIN OF SAND von Beth Bird und TRONA von David Fenster.
Als Überraschungsfilm zeigte die Viennale 2004 als weltweit erstes Festival und noch vor dem Start in den US-Kinos das Bio-Pic RAY von Taylor Hackford über die Musiklegende Ray Charles.
TRIBUTES & SPECIAL PROGRAMS

Die Tributes waren dem Stargast Lauren Bacall und dem Filmtheoretiker und -kurator Amos Vogel gewidmet.
Die Spezialprogramme waren dem japanischen Autorenfilmer Kooreeda Hirokazu, dem französischen Filmemacher Jean-PierreJ Gorin und dem ungarischen Regisseur Paul Fejos gewidmet. Ausserdem gab es eine Mitternachtsschiene unter dem Titel "Fear East".

Jean-Marie Straub, Jean-Pierre Gorin, Viennale 2004RETROSPEKTIVE - Die Früchte des Zorns und der Zärtlichkeit

Die Viennale, für die die Filme von Straub/Huillet seit langem wesentlicher Bestandteil ihres Programms sind, zeigte 2004 gemeinsam mit dem Filmmuseum eine vollständige Werkschau. Auf Einladung der Viennale haben Danièle Huillet und Jean-Marie Straub ihrer persönlichen Erfahrung und jahrelangen Beschäftigung mit Fords Kino folgend, eine Auswahl an Filmen des großen amerikanischen Regisseurs erstellt.

VIENNALE ZENTRALE

Als Festivaltreffpunkt bestens bewährt, hat sich auch 2004 die Viennale Zentrale im Dachsaal der Urania. Dort fanden zahlreiche Diskussionsveranstaltungen, Publikumsgespräche, die "Working Class" heuer mit den Lectures von Jean-Pierre Gorin, Partys und Events statt.
Musikalische Highlights waren die Konzerte von "Gonzales" am Eröffnungsabend und "Von Spar" zur Festivalmitte. Aber auch die Veranstaltungsreihe 'FilmemacherInnen an den Plattentellern' hat sich auch 2004 bestens bewährt.

 

V'03

277 Vorstellungen. 302 Filme. 77 Filmgäste. 560 Akkreditierte. 1 Verlängerungstag und 75.200 Zuschauerinnen und Zuschauer.

LUST AUF NEUES

Bei keinem Filmfest der Welt setzt so intensiv ein Gefühl von Experiment und Subversion - die Lust auf Neues - ein. (Fritz Göttler, Süddeutsche Zeitung)

Dass sich diese Lust auf Neues auch beim Publikum einstellte, bewiesen die BesucherInnenzahlen auch der weniger populären Filme. Viele der diesjährigen Publikumsfavoriten waren weniger erwartbar und dafür umso erfreulicher, wie etwa die große Neugier auf aktuelle Filme des „world cinema“ von Island bis Süd-Korea, wobei heuer im Programm deutlich ein USA(kritischer)-Schwerpunkt zu spüren war.

PREMIEREN
Folgende Uraufführungen und internationale Premieren waren im Rahmen der Viennale 03 zu sehen:
KENEDI SE VRACA KUCI (Zelimir Zilnik), SHANG SHAN (Zhu Chuanming), JAMES BENNING – CIRCLING THE IMAGE (Reinhard Wulf), HANDBIKEMOVIE (Martin Bruch), DOMESTIC VIOLENCE 2 (Frederick Wiseman), THE CEDAR BAR (Alfred Leslie), LOS ANGELES PLAYS ITSELF (Thom Andersen), AWAKE AND SING (Lee Anne Schmitt), IL MARE E LA TORTA Edgar Honetschläger), DIE VERWANDLUNG DES GUTEN NACHBARN (Peter Nestler).

TRIBUTES & SPECIAL PROGRAMS
Die Tributes waren 2003 dem amerikanischen Dokumentarfilmer Emile De Antonio, dem Schauspieler Warren Beatty sowie dem Münchner Plattenlabel ECM und dessen Beitrag zur kinematografischen Kultur, gewidmet.

 

V'02

12 Festivaltage. 244 Vorstellungen. 237 Filme. 76 Filmgäste. 468 Akkreditierte. 70.400 Zuschauerinnen und Zuschauer.

HAUPTPROGRAMM
„Kino als Sammelsurium, das ist auch das Prinzip von Agnès Varda, die DEUX ANS APRÈS zeigte, der den Kartoffelklaubern und allen anderen Resteverwertern gewidmet war. Und den Filmemachern natürlich, die all das ans Licht bringen wollen, was die übrige Welt ohne Beachtung lässt. Man muss vom Schubladendenken weg, wenn man solche Entdeckungen machen will. Und, vor allem, von der Zweiklassen-Theorie der Filmgeschichte, USA vs. Europa, Hollywood vs. Avantgarde.“ (Fritz Göttler, Süddeutsche Zeitung)

Außer DEUX ANS APRÈS fanden noch andere Welturaufführungen beim Festival statt:
SULLA (Klaus Wyborny), VATERS LAND (Nurith Aviv), IM ANFANG WAR DER BLICK (Bady Minck), NACH DEM TOD DES ALTEN ROMS (Meinhart Ropp), TURHAN BEY – VOM GLÜCK VERFOLGT (Andrea Eckert), ERWACHEN AUS DEM SCHICKSAL (Stephan Settele).
Auch einige – im Festivalbetrieb wichtige – Europapremieren konnten bei der Viennale  gezeigt werden: AUTO FOCUS (Paul Schrader), FRAILTY (Bill Paxton), LAST BALL (Peter Callahan), ARCHITECTURE OF RIOT (Erika Vogt), BATTLE STATIONS – A NAVEL ADVENTURE (Dominic Angerame), NIGHTINGALE (Lee Ann Schmitt), NATIONAL ARCHIVE V.1 und AN INJURY TO ONE (Travis Wilkerson), UNE VIE NOUVELLE (Philippe Grandrieux).
TRIBUTES & SPECIAL PROGRAMS
Die Tributes waren 2002 dem bedeutenden deutschen Dokumentaristen Jürgen Böttcher, der amerikanischen Schauspielerin Sissy Spacek und dem amerikanischen Kameramann Ed Lachman gewidmen.Unter den Spezialprogrammen stießen vor allem die Welturaufführung von Agnès Vardas DEUS ANS APRÈS, die erste internationale Präsentation des Gesamtwerks von Zeki Demirkubuz, die Lesung aus dem neuen Buch von Dietrich Kuhlbrodt, die Präsentation von zwei Programmen mit „Japanese Visuals“ auf große Resonanz.
RETROSPEKTIVE - Das Kino des Jacques Rivette

Unter den legendären Filmemachern der französischen Nouvelle Vague ist der Regisseur Jacques Rivette bis heute der verborgenste, der geheimnisvollste und vielleicht auch der am wenigsten bekannte.

In der Retrospektive wurde erstmals in Österreich eine vollständige Werkschau der Arbeiten Jacques Rivettes gezeigt, darunter die nur sehr selten gezeigte 12 ½ stündige Version OUT 1: NOLI ME TANGERE (1970). Darüber hinaus war es der Viennale gelungen, Jacques Rivette zu gewinnen, eine eigene, sehr persönliche Auswahl von Filmen zusammenzustellen und in den Kontext seiner eigenen Werkschau zu stellen.
Yoko Ono, Viennale 2002 AUSTELLUNG - YOKO ONO

Die in der Galerie KlausEngelhorn mit großem medialem Echo eröffnete und von der Künstlerin persönlich präsentierte Ausstellung «Yoko Ono – FROM MY WINDOW» - stiess auf enorme Resonanz und Publikumszuspruch. Die Vernissage wurde zu einem Ereignis, das angesichts der überaus großen Besucherzahl leider nur von zu wenigen live mitverfolgt werden konnte – nicht einmal durch die großen Fenster der Galerie am Stubenring, denn diese waren nach kurzer Zeit so beschlagen, dass kein „Seitenblick“ möglich war.

 

 

V'01

In 12 Tagen sahen 68.100 BesucherInnen 210 Filme...

HAUPTPROGRAMM
Von 220 Vorstellungen waren 64 absolut ausverkauft, manche davon schon in den ersten Tagen des Vorverkaufs, was für das Festival erfreulich, für die ZuschauerInnen aber mitunter frustrierend gewesen sein mag – für die meisten, nämlich 70% der Filme - gab es aber bis zum Schluss Tickets.

Viele der Publikumsfavoriten waren weniger erwartbar und dafür umso erfreulicher, wie etwa die große Neugier auf aktuellen Filmen des „world cinema“ von Sri Lanka bis Uruguay wie auf historische Raritäten aus den (Film-)Archiven. Außergewöhnlich groß war auch das Interesse an Dokumentarfilmen, auch den unkonventionellsten wie Jonas Mekas‘ vierstündiges Home-Movie oder Frederick Wisemans Studie zur Domestic Violence, erfreulich auch das an experimentellen Kurzfilmen wie mehrstündigen Kino-Epen.
TRIBUTES UND SPECIAL PROGRAMS

Neben dem umfangreichen Hauptprogramm neuer Filme fanden die beiden Tributes, die der Schauspielerin Fay Wray und dem Dokumentarfilmer Peter Nestler gewidmet waren, ungewöhnliche Beachtung.
Die verschiedenen Special Programs des Festivals hatten ebenfalls eine große Resonanz: die erste internationale Präsentation der Filme des jungen Regisseurs Alain Guiraudie, die Lesung aus dem neuen Buch Film und Verhängnis von Ilse Aichinger, die Vorstellung des innovativen französischen Medienzentrum Le Fresnoy.

RETROSPEKTIVE - Aus dem Herzen der Welt

Mit dieser Filmschau machte die Viennale den Versuch einer aktuellen filmischen Bestandsaufnahme, einer kinematografischen Landvermessung der zentralasiatischen Republiken Kasachstan, Tadschikistan, Kirgisistan, Usbekistan und Turkmenistan.

 

V'00

Die Retrospektive "Blacklisted - Movies by the Hollywood Blacklist Victims" im Jahr 2000 im Österreichischen Filmmuseum erfuhr starke Beachtung auch im Ausland. Zwei Opfer der Blacklist, die Schauspielerin Marsha Hunt und die Drehbuchautorin Norma Barzman waren in Wien zu Gast, ebenso wie die beiden Kuratoren der Schau, Thom Andersen und Noël Burch. Die Viennale-Fotoausstellung war der amerikanischen Fotografin und Filmemacherin Sharon Lockhart gewidmet und fand diesmal im MAK - Museum für Angewandte Kunst statt. Das Programm der Viennale 2000 umfasste neben Spielfilmen, Dokumentarfilmen und Kurzfilmen wieder zahlreiche Special Programs.

 

V'99

1999 konnten die Zuschauerzahlen erneut deutlich gesteigert werden. Die erstmalige Programmierung des Gartenbau-Kinos als Hauptspielort mit drei Terminen täglich und zusätzlich zwei Nachtvorstellungen stieß beim Publikum auf sehr große Resonanz.
Erstmals vergab die Creditanstalt, als damaliger Hauptsponsor der Viennale, in diesem Jahr den Kurzfilmpreis der CA in der Höhe von S 50.000.
Die Retrospektive galt dem großen indischen Filmemacher Satyajit Ray.
 

V'98

Im Dezember 1998 übernahm der in Wien geborene legendäre Hollywood-Tycoon Eric Pleskow die Viennale Präsidentschaft.

 

V'97

1997 übernahm Hans Hurch, ehemals Journalist und Kurator des Projekts "hundertjahrekino", die Leitung der Viennale. Neuerungen, die sich im übrigen sofort bewährten, waren die Etablierung einer durchgehenden Nachtschiene im Gartenbaukino, und die Errichtung des Viennale-Zelts im Stadtpark als gesellschaftlicher Treffpunkt für alle Viennale-Besucher und Gäste, sowie für Presse und Branche. Es fanden unzählige Publikumsgespräche mit Regisseuren und Tribute-Trägern statt.
In der Retrospektive wurde eine umfassende Werkschau des italienischen Meisterregisseurs Roberto Rossellini geboten.

 

V'96

1996 machte die Retrospektive "Before the Code. Hollywood 1929-1934" den kinematographischen Reichtum dieser Jahre sowie ihre Bedeutung für die Debatte über Sexualität, Gewalt und Moral im Kino sichtbar.

 

V'95

Von 1995-96 zeigte Alexander Horwath allein für das Programm der Viennale verantwortlich. Aufgrund des stark reduzierten Budgets trat das Festival in vergleichsweise schlankem Format in Erscheinung. Doch bestätigten die internationalen Feuilletons der Viennale 1995, Bemerkenswertes geleistet zu haben.
Die Sonderschau des Jahres 1994, "Cool.Pop.Politik.Hollywood 1960-1968", wurde 1995 mit "The Last Great American Picture Show. New Hollywood 1967-1976" fortgesetzt. Thema war die Gegenüberstellung populärer Gangsterfilme, Western und Komödien vor ihrem politischen, sozialen und kulturellen Hintergrund.

Erstmals wurde neben den bereits traditionellen Preisen (Wiener Filmpreis und Preis Neues Kino) eine weitere Auszeichnung verliehen. Den FIPRESCI-Preis für innovatives Kino, den eine fünfköpfige Jury renommierter Filmkritiker seither alljährlich an einen Erstlings- oder Zweitlingsfilm vergibt.

 

V'94

Das Hauptprogramm wurde ab 1994 von Wolfgang Ainberger betreut, während Alexander Horwath die US-Filmgeschichte der sechziger Jahre in einer Retrospektive mit dem Titel "Cool.Pop.Politik.Hollywood 1960-1968" im Österreichischen Filmmuseum aufbereitete.
Neu für filminteressierte Kommunikationsfreaks war die Möglichkeit, alle Infos über die Viennale "online" von der Blackbox abrufen zu können.

V'93

Das Erfolgskonzept des Vorjahres wurde 1993 ausgebaut: Die Sonderleiste "Lost & Found" brachte Raritäten zum Vorschein.
Die zeitgleiche Austragung der Viennale in vier verschiedenen Lichtspielhäusern (Urania, Metro, Stadtkino und Künstlerhaus), ließ die gesamte Innenstadt zum Festivalbezirk werden.
Die Retrospektive "Aufbruch ins Ungewisse" befasste sich mit österreichischen Filmschaffenden in der Emigration vor 1945.

 

V'92

Dank eines ansehnlichen Budgets der neuen Kodirektion Alexander Horwath/Wolfgang Ainberger ließ sich 1992 eine außerordentliche Steigerung des Filmangebots, des Publikumsinteresses und eine beeindruckende öffentliche Präsenz erreichen. Das Hauptprogramm umfaßte Autorenkino und Avantgardekunst in gleichem Maße wie große Hollywood-Produktionen und Actionfilme.

Im Filmcasino gab es Extremes und Unbekanntes zu entdecken: von Gangsterfilmen aus Japan über US-Independent-Cinema. Zu den Neuerungen zählte die Mitternachtsreihe "Twilight Zone", in der exzentrische Arbeiten zu den Stichworten Horror, Action und Erotik vorgestellt wurden.

Die Retrospektive "BoxKampfKino" bot anhand von Komödien und Dokumentationen berühmter Boxlegenden ein interessanter Überblick über dieses Subgenre.

V'91

Nicht zuletzt dank einer enormen Budgetaufstockung gewann die Viennale 1991 unter der Direktion von Werner Herzog und Reinhard Pyrker an Professionalität und Internationalität. Auffallend das Staraufgebot, das diese Viennale mit ihrer Anwesenheit beehrte. Neben einem vergleichsweise kleinen Hauptprogramm präsentierten Pyrker und Herzog einen Tribute an den Horror-Stilisten John Carpenter, eine Werkschau zu Jon Jost, eine Retrospektive zu Billy Wilder, eine Hommage an Gina Lollobrigida und eine aufsehenerregende China-Filmschau.

V'89

Als Dimko die Leitung 1989 niederlegte, wurde das Festival ökonomisch und strukturell auf neue Beine gestellt.
Die Retrospektive war Paolo und Vittorio Taviani gewidmet.

V'88

Helmuth Dimko und Veronika Haschka übernahmen 1988 die Leitung. Dimko weitete das Hauptprogramm um einige Sonderschauen aus. Zu Recht, wie sich herausstellte, denn die Viennale 1988 konnte sich eines unglaublichen Erfolges erfreuen.
Die Retrospektive zeigte eine umfassende Schau des Werks Federico Fellinis.

V'87

Unter dem Titel "America - God's Own Country" wurde 1987 in der Retrospektive eine Auswahl von klassischen amerikanischen Filmen zusammengefaßt, die auf die Wechselwirkung zwischen Kino und Wirklichkeit in diesem Land aufmerksam machen.

V'85

Die Retrospektive beschäftige sich 1985 mit dem Werk von François Truffaut.

V'84

Nachdem 1983 aus einer budgetären Mißlage heraus kein Festival zustandekam, fanden die Filmfestwochen 1984 wieder im Frühjahr in der renovierten Urania statt.
1984 war die Retrospektive dem Regisseur John Huston gewidmet.

V'82

1982 war die Retrospektive der Regiegröße Elia Kazan gewidmet.

V'81

1981 wurde die Alleinverantwortlichkeit Zboneks zugunsten einer Zusammenarbeit mit Helmuth Dimko, einem Wiener Filmjournalisten, aufgegeben.
Die Retrospektive war Fritz Lang gewidmet.

V'80

1980 wurde eine Reihe länderspezifischer Sonderschauen ins Leben gerufen, die das für die einzelnen Länder typische kulturelle und politische Geschehen akzentuierten

V'79

1979 ging der langgehegte Wunsch Zboneks, die Viennale räumlich zu erweitern, in Erfüllung: In zahlreichen Außenbezirkskinos wurden Teile des Programms wiederholt, um neue Besucherschichten für den künstlerisch wertvollen Film heranziehen zu können.
Die Retrospektive behandelte den "Amerikanischen Abenteuerfilm 1920-1960".

V'78

Veränderungen im internationalen Festivalkalender machten 1978 eine Verlegung der Viennale auf Oktober notwendig. Dieser Umstand wurde durch die Verlängerung der Festivaldauer von 8 auf 15 Tage ausgeglichen.

V'77

Auch 1977 war die Retrospektive wieder einer berühmten Regiegröße gewidmet: Alfred Hitchcock

V'76

Die Retrospektive war der berühmten Regiegröße Akira Kurosawa gewidmet.

V'75

1975 konnte Don Siegel der wohl bis dahin umfangreichsten Präsentation seines Gesamtwerkes im Rahmen der Retrospektive der Viennale und des Österreichischen Filmmuseums persönlich beiwohnen.

V'74

Das Highlight des Jahres 1974 bildete das Kinder- und Jugendfilmfestival, das mit kostenlosen Vorführungen nachmittags die Kinosäle zu füllen vermochte.
In der Retrospektive wurde der "Amerikanische Gangsterfilm 1927-1960" präsentiert.

V'73

1973 wurde Edwin Zbonek zum Leiter der Viennale berufen. Zbonek, der als Mitbegründer die Entstehungsgeschichte des Festivals mitgeprägt hatte, setzte im wesentlichen das eingeschlagene Konzept fort, präsentierte jedoch erstmals ein Festival von internationalem Rang. Entscheidend war die Anerkennung der Viennale als B-Festival (ohne Wettbewerb). Dem neu erworbenen Status entsprechend, zeigte man in rund 160 Vorstellungen - neben einer Reihe von Debütfilmen - Werke international anerkannter Filmkünstler. In der Retropektive wurde der "Amerikanische Western 1898-1960" zur Diskussion gestellt.
Zbonek gelang es innerhalb eines Jahres, das Wiener Publikum geradezu zu "hysterisieren". Trotz erweiterter Kapazitäten, die der Umzug ins Gartenbau-Kino 1973 mit sich brachte, waren nahezu alle Vorstellungen ausverkauft.

V'72

1972 zeigte die Retrospektive eine umfassende Informationsschau zum "Propagandafilm 1933-1945" mit Anschauungsmaterial von unschätzbarem Wert.

V'71

1971 wurde das Forum-Kino, damals größtes Wiener Lichtspielhaus, zum neuen Spielort der Viennale gewählt.

V'70

1970 veranstaltete das Kuratorium "Neuer österreichischer Film" im Rahmen der Viennale eine Informationsschau über den unabhängig entstandenen heimischen Film der letzten zehn Jahre.
Die als Retrospektive stattfindende Howard-Hawks-Schau fand international viel Beachtung.

V'69

Ausgehend vom Erfolg der "neuen" Viennale stand die Filmwoche auch in den darauffolgenden Jahren immer unter einem jeweils neuen Motto.
Ab 1969 wurden in der Retrospektive ernstere Themen behandelt. 1969 zeigte man das Gesamtwerk Luis Buñuels plus des verschollen geglaubten Films ESPAÑA LEAL EN ARMAS, den Buñuel selbst seit seiner Fertigstellung (1937) nicht mehr gesehen hatte.

V'68

Unter dem Motto "Filme, die uns nie erreichten" schlug die Viennale 1968 unter neuer Führung (Otto Wladika) einen Mittelweg zwischen weltstädtischem Anspruch auf Internationalität und schlichter Informationsabsicht ein. Darüber hinaus zählte auch die Präsentation östlich-nachbarlicher Kinokunst zu den vornehmlichsten Aufgaben dieser "neuen" Viennale, ein Anliegen, daß sich aufgrund der damaligen politischen Verhältnisse nicht immer leicht erfüllen lies.

Durch die Anwesenheit vieler Regisseure konnte die Absicht ihrer Filme zur Diskussion gestellt werden. Es entstand in den meisten Fällen ein Gedankenaustausch, der über den Zweck einer Pressekonferenz weit hinausging. Die Einrichtung eines Gesprächsforums, machte die Viennale in den darauffolgenden Jahren zu einem Ort des internationalen Dialogs.

Die Retrospektive des Österreichischen Filmmuseums war Laurel and Hardy gewidmet.

V'67

Die Retrospektive war 1967 Karl Valentin gewidmet.

V'66

Ab 1966 ging man bei den Retrospektiven dazu über, entweder das Filmschaffen eines Regisseurs/Schauspielers oder Filme des gleichen Genres bzw. einer bestimmten Epoche zum Thema zu machen.
1966 war auch das Jahr, in dem man die Ausrichtung der Retrospektive dem jungen Österreichischen Filmmuseum unter der Leitung Peter Konlechners und Peter Kubelkas anvertraute. Das Debüt einer Gesamtwerkschau der Marx Brothers wurde eine einzige Sensation, nicht nur, weil der große Groucho Marx als Viennale-Ehrengast begrüßt werden konnte.

V'63

Dr. Sigmund Kennedy wurde 1963 zum ersten Direktor ernannt. Unter dem Motto "Festival der Heiterkeit" wollte er dem Ereignis eine persönliche Wiener Note verleihen. In den nächsten fünf Jahren wurden jeweils acht Tage lang in der Wiener Urania überwiegend komische, jedoch qualitativ hochwertige Spielfilme zu ihrer österreichischen Erstaufführung gebracht.
Bereits 1963 zeigte man im Rahmen des "Festivals der Heiterkeit" eine Retrospektive. Aufgrund des Erfolges wurde sie im Laufe der Jahre zu einem festen Bestandteil jeder Viennale gemacht.

V'62

Im Jahre 1962 wurde die Viennale, die nun auch offiziell so hieß, institutionalisiert und ins alljährlich im Juni stattfindende Wiener Festwochenprogramm integriert. Da man aber innerhalb dieser Fülle kultureller Veranstaltungen nicht die gewünschte Breitenwirkung erzielte, gliederte man das Filmfest ein Jahr später wieder aus.

V'60

Ihr Debüt erlebte die Viennale im Jahre 1960. Dem Bedürfnis einiger Wiener Filmkritiker folgend, die nach wochenlangen Festivalreisen auf den "abenteuerlichen" Gedanken kamen, auch aus ihrer Stadt eine Stätte der cinéastischen Begegnung machen zu wollen, wurde vom Verband der österreichischen Filmjournalisten eine internationale Filmfestwoche ins Leben gerufen.

In dieser im Künstlerhaus abgehaltenen "Ersten Wiener Filmfestwoche" wurde einem interessierten Kinopublikum die Möglichkeit geboten, Filmkunst und Erstaufführungen des Jahres 1959 kennenzulernen. In diesem Zusammenhang wurden 18 Länder eingeladen. Aber auch unbekannte österreichische Produktionen gelangten auf diesem Wege erstmals in die Kinos.
Kommerzielle Aspekte außer Acht lassend, wurde auf eine Preisverleihung von Anfang an verzichtet. Franz Jonas - seinerzeit Bürgermeister und später Bundespräsident - prägte in Anlehnung an diesen Erfolg den Begriff "Viennale".

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