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TERAYAMA  SHÛJI
Japan  1984

Produzent Taga Shôsuke, Sunaoka Fujio, Kujô Eiko,

Drehbuch Terayama Shûji, Kishida Rio nach dem Roman

Kamera Suzuki Tatsuo

Schnitt Yamaji Sachiko

Ton Kimura Katsuhide

Licht Unno Yoshio

Ausstattung Ikeya Noriyoshi, Gôda Sawako

Regieassistenz Enokido Kôji

Kinostart 8. 9. 1984


Darsteller
Yamazaki Tsutomu (Tokitô Sutekichi), Ogawa Mayumi (Tokitô Sue), Harada Yoshio (Tokitô Daisaku), Niitaka Keiko (Tsubana), Takahashi Yôko (Temari), Takahashi Hitomi (Chigusa), Ishibashi Renji (Tokitô Yonetarô), Amamoto Hideyo (Kesselflicker), Wakamatsu Takeshi (Dai), Ran Yôko (Tokitô Hana), Nemoto Yutaka (Hayashi), Fukushi Keiji (Zenmu), Makino Kimiaki (Roku), Yaguchi Momo (seine Frau), Enoki Hyôei (Kerzenmacher Mokichi), Suetsugu Akiko (seine Frau Gumi), Katô Toyoko (Tokitô Tome), Mikami Hiroshi (Ada), Ôbayashi Mayumi (Saki), Saitô Masaharu (Daisaku als Kind), Ôyama Reona (Dai als Kind), Matsuda Masao (Elektriker), Ebata Takashi (Rechtsanwalt Kimura), Miyaguchi Seiji (alter Mann)

Produktion
Produktion Gekidan Himawari, Jinriki Hikôkisha,
Art Theatre Guild of Japan


35mm/1:1,85/Farbe
OmdU
127  Minuten

Art Theatre Guild
SARABA HAKOBUNE
LEBWOHL, ARCHE

   V'03
gezeigt im Rahmen der V'03


Gegen Ende seines Lebens beschäftigte sich Terayama intensiv mit Gabriel García Márquez Roman «Hundert Jahre Einsamkeit». Von dem Roman ausgehend, schrieb er das Bühnenstück «Hyakunen no kodoku» (Hundert Jahre Einsamkeit), das im Juli 1981 im Internationalen Handelszentrum in Tôkyô zur Aufführung gelangte. Im Jahr darauf verfilmte Terayama den Stoff, musste den Titel aber in Saraba hakobune (Farewell to the Ark) abändern. Der Film kam posthum ins Kino.
Für das Stück ließ Terayama fünf Bühnen errichten: In der Mitte der Halle stand die Hauptbühne, an deren Seiten sich vier weitere befanden. Da alle Bühnen parallel bespielt wurden, konnten die Zuseher von einem bestimmten Sitzplatz aus nicht alle fünf gleichzeitig sehen. Als einige ihren Unmut darüber äußerten, fragte Terayama, warum sie sich um Himmels willen nicht bewegten, um alles zu sehen. Das Handelszentrum war sehr groß, und es gab für die Zuseher genug Platz, sich frei zu bewegen.
Das Stück war für Terayama, der bereits wusste, dass er nicht mehr lange zu leben hatte, eine Art «Theater des Todes». Es gab mehrere Szenen, die an ein Begräbnis erinnerten, etwa als Blumen von der Decke herabfielen, oder als sich in völliger Finsternis die Geister mit Trommeln und Fackeln meldeten. Auch die letzten Worte des im Stück von Ôbayashi Mayumi gespielten Mädchens Temari wirkten wie die Worte eines Testaments:

TERAYAMA  SHÛJI
Geboren am 10. 12. 1935 in Aomori. Terayama wohnt in dem Zimmer hinter der Leinwand und verbringt viel Zeit mit Filmen. Mit seinen tanka-Gedichten wird Terayama schon in jungen Jahren bekannt. Die nächsten Jahre verbringt er krankheitsbedingt meist im Krankenhaus und schreibt Gedichte, Romane und Hörspiele, die ihn rasch bekannt machen. Sein letzter und vielschichtigster Film, Saraba hakobune (Farewell to the Ark, siehe S. 123), kommt posthum ins Kino.
Terayama Shûji stirbt am 1. 5. 1983 an Leberzirrhose.

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