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JACQUES
RIVETTE
F/CH
1988
Drehbuch Pascal Bonitzer, Christine Laurent, Jacques Rivette Kamera Caroline Champetier Schnittassistenz Catherine Quesemand Ton Florian Eidenbenz Musik Claudio Monteverdi Ausstattung Manu de Chauvigny Kostüm Laurence Struz Darsteller Bulle Ogier (Constance Dumas), Benoît Regent (Thomas), Laurence Côte (Claude), Fejria Deliba (Anna), Bernadette Giraud (Joyce), Ines de Medeiros (Lucia), Nathalie Richard (Cécile), Pascale Salkin (Corinne), Dominique Rousseau (Pauline), Agnès Sourdillon (Jeanne), Irina Dalle (Esther), Caroline Gasser (Raphaële), Irène Jacob (Marine), Florence Lannuzel (Louise), Françoise Muxel (Valérie) Produktion Pierre Grise Productions 35 mm/Farbe OmdU 160 Minuten Das Kino des Jacques Rivette |
LA BANDE DES QUATRE
DIE VIERERBANDE
In einer bruchlosen Bewegung von großer Leichtigkeit führt der Beginn des Films La bande des quatre von einer Welt in eine andere, vom Hellen ins Dunkle, von der Straße in den Raum des Theaters. Die Erzählung wechselt die Tonlage, ohne das Spiel zu unterbrechen. Seit Paris nous appartient, seinem ersten Langfilm, ist die Idee der Theaterarbeit ein immer wiederkehrendes Element in den Filmen Jacques Rivettes. Dabei ist es nicht das fertige Stück, die abgeschlossene Inszenierung, denen sein Interesse gilt, sondern der Entstehungsprozess des Spiels, die Probenarbeit am Text, an den Blicken, Bewegungen, Gesten der Darsteller. Eine Schauspielergruppe, sagt Rivette, hat immer auch etwas Verschwörerisches, Komplizenhaftes. Das Theater: ein Ort des Komplotts.
Vielleicht auch deshalb wird Constance Dumas am Ende den entflohenen und von der Polizei gejagten Freund ihrer Schülerin Cécile in ihrem Theater verstecken. Von allen Figuren in La bande des quatre ist die von Bulle Ogier dargestellte Schauspiellehrerin jene, die am deutlichsten Anteil an Rivettes bisheriger Arbeit hat. Sie ist wie ein Echo oder eine Überlieferung aus anderen Filmen. (Auszug aus: Hans Hurch: Im Schatten der jungen Mädchen, «Falter», Nr. 38/September 1989.) JACQUES
RIVETTE Geboren 1928 in Rouen. Kommt 1949 nach Paris, wo er Eric Rohmer, François Truffaut und Jean-Luc Godard kennenlernt. Schreibt ab 1953 bei den «Cahiers du cinéma». 1960 dreht er mit Paris nous appartient eines der frühen Hauptwerke der Nouvelle Vague und etabliert sich als einer der führenden europäischen Filmemacher. Die Viennale widmet ihm im Jahr 2002 eine Retrospektive. Filme (Auswahl): Céline et Julie vont en bateau (1974), Merry-Go-Round (1977/83), La Belle noiseuse (1991), Secret défense (1998), Va savoir (2001), Ne touchez pas la hache (2007, Viennale 07). |
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